Versicherung

Versicherung

 

Im Versicherungsfall: Anzeige bei der Polizei, Tagebuchnummer geben lassen. Bei Diebstahl, Frevel, Sturm erst aufräumen nach Besichtigung durch den BSV.  Das Formular Schadenanzeige (ist im Internet) zur Imker-Global-Versicherung ausfüllen und zum Imker Landesverband Rheinland senden.

BSV. Verständigen zur Schadens Begutachten . BSV. Füllt das Formular Schadengutachten aus und sendet dieses zum 

          Imker Landesverband Rheinland

Beide Formulare werden beim Imker Landesverband Rheinland zusammenbearbeitet  

www.imkerverein-bad-godesberg.de/resources/2013-01-01+Versicherungsbedingungen.pdf 

www.imkerversicherungen.de/verbaende/imkerverband-rheinland-e-v/

Imkerverband Rheinland e.V.

Imkerversicherungen Stand: 01.01.2013

1

- Auszug aus den Versicherungsbedingungen –

Alle Imker die an den Imkerverband Rheinland

e.V. namentlich in den Beitragslisten von den

Ortsvereinen gemeldet wurden und die Beiträge

bezahlt haben, sind durch den Imkerverband

Rheinland e.V. als Versicherungsnehmer

versichert. Die Imkervereine haben gemäß

Satzung zum 01.01. jeden Jahres die Völkerzahlen

zu melden. Die Beitragsüberweisung hat bis

spätestens 31.03. jeden Jahres zu erfolgen.

Abgeschlossene Versicherungen

A. Imker – Global – Versicherung

B. Imker – Unfall – Versicherung

C. Imker – Rechtsschutz – Versicherung

A. Imker - Global - Versicherung

Der Versicherungsschutz erstreckt sich insbesondere

auf Schäden und/oder Verluste, die durch

1. Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion

2. Einbruchdiebstahl, Diebstahl, Beraubung und

Frevel

3. Transportschäden

4. Sturm

5. Bodensenkung, Erdbeben, Felssturz, Erdrutsch,

Hagel und Schneedruck

entstanden sind. Es handelt sich, mit Ausnahme der

Deckungssummen für die Haftpflichtversicherung, um

eine Grundversicherung.

Hinweise:

zu 2. Der Tatbestand eines Frevelschaden ist

glaubhaft nachzuweisen (böswillige Handlung

Dritter). Schäden durch Tiere sind keine

Frevelschäden und nicht versichert.

zu 3. Die Transportversicherung umfasst alle Schäden,

die anlässlich eines Bienentransportes entstehen.

Nicht versichert ist das Verbrausen der Bienenvölker,

es sei denn, das Verbrausen war die Folge eines

Unfalls des Transportmittels oder einer

unvorhergesehenen Straßensperre bzw. Blockade

und dadurch verursachten Stau. Kraftfahrzeuge sind

nicht versichert.                                                                                      

zu 1. – 5. An Dritte bezahlte Kosten für das Aufräumen

einer Schadenstätte werden vom Versicherer

übernommen, soweit die Entsorgung des Schuttes als

Sondermüll behördlich vorgeschrieben ist. Zur

Verfügung stehen dafür zusätzlich zu der

Entschädigung für den Sachschaden bis zu 260,-- €.

Dieser Betrag wird auf bis zu 10% des ersetzten

Sachschadens erhöht, wenn dieser höher als 2.600,-- €

ist.

Entschädigungssummen

Die Entschädigung ist begrenzt für

versicherter Gegenstand Versicherungssumme/

Zeitwert

je Bienenvolk incl. Königin,

Wabenbau, Waben und Rähmchen 100,00 €

je Ableger incl. Königin,

Wabenbau, Waben und Rähmchen 50,00 €

je Beute, sofern diese mit Bienen

besetzt ist, incl. sämtlicher Zargen,

Boden, Deckel, Absperrgitter,

Futter usw.

80,00 €

je eingetragene Ernte, die sich in

der Beute befindet 80,00 €

je Bienenhaus nicht versichert

je Freistand nicht versichert

je Wanderwagen nicht versichert

insgesamt für imkerliches Inventar,

imkerliche Geräte, nicht besetzte

Beuten, Vorrat an Honig, Wachs,

Waben, Futterzucker, Pollen und

Medikamente

175,00 €

Belegstellenrisiken

(nur Belegstellen eines D.I.B:- Landesverbandes)

je Vatervolk incl. Königin 100,00 €

je Königin des Vatervolkes allein 50,00 €

je EWK mit Königin und

Pflegebienen 70,00 €

je EWK leer 20,00 €

Königin des EWK allein 50,00 €

Versicherungsschutz besteht im Rahmen der Sparte

Sachversicherung für Brand, Blitzschlag, Explosion,

Anprall oder Absturz eines bemannten Flugkörpers,

Sturm, Hagel, Erdrutsch, Felssturz, Bodensenkung,

Erdbeben und Schneedruck. Weiter Einbruchdiebstahl

bzw. Diebstahl, Frevel und Raub. Dieser

Versicherungsschutz ist gültig für Bienenvölker,

Ableger, besetzte Beuten, Ernte, Futter, Inventar

Vorräte sowie Belegstellenrisiken

Örtlicher Geltungsbereich

Versicherungsschutz besteht für Schadenereignisse,

die in einem Land eintreten, das der Europäischen

Union (EU) angehört.

Unterversicherung

Die Gefahr der Unterversicherung besteht, wenn eine

geringere Völkerzahl gemeldet wird, als am Jahresstichtag

tatsächlich vorhanden ist. Stichtag für die

Meldung ist der 1. Januar. Ableger sind zum 01.01. als

Völker zu erfassen. Im Jahresverlauf hinzukommende

Völker sind beitragspflichtig nach zu melden, Ableger

sind im Jahr der Bildung beitragsfrei.

Freiwillige Ergänzungsversicherung

Es ist möglich eine freiwillige Ergänzungsversicherung

abzuschließen.

versicherte eigene

Gegenstände des Versicherten Versicherungssumme

Bienenhäuser,

Freistände,

Wanderwagen, Inventar

der Imkerei, Vorräte der

Imkerei, Futter in der

Beute

je nach Wahl entweder

Stufe I

mit insgesamt 5.000 €

Stufe II

mit insgesamt 10.000 €

Stufe III

mit insgesamt 20.000 €

versicherte eigene

Gegenstände des Versicherten

Innerhalb der

Gesamtversicherungssumme

gelten folgende

Begrenzungen

je Palette eines Freistandes

50 €

Futter in einer Beute je 35 €

Versicherungsschutz besteht im Rahmen der Sparte

Sachversicherung für Brand, Blitzschlag, Explosion,

Anprall oder Absturz eines bemannten Flugkörpers,

Sturm, Hagel, Erdrutsch, Felssturz, Bodensenkung,

Erdbeben und Schneedruck. Weiter

Einbruchdiebstahl bzw. Diebstahl, Frevel und Raub.

Dieser Versicherungsschutz ist gültig für

Bienenhäuser, Freistände, Wanderwagen, unbesetzte

Beuten, entnommene Ernte, Futter, Inventar und

Vorräte.

Der Jahresbeitrag für die freiwillige Ergänzungsversicherung

beträgt

für die Stufe I 20 €

für die Stufe II 30 €

für die Stufe III 40 €.

Hinweis Stäube-, Spritz- und Vergiftungsschäden

Es besteht kein Versicherungsschutz. Ansprüche

können nur auf privatrechtlichem Weg, evtl. mit

Unterstützung durch die Imker-Rechtsschutz-

Versicherung, geltend gemacht werden. Eine

polizeiliche Meldung (Anzeige) ist vorzunehmen.

Bei Verdacht auf Vergiftung durch Maßnahmen im

Pflanzenschutz hilft das

Julius-Kühn-Institut (JKI)

Messeweg 11 - 12, 38104 Braunschweig

Telefon : 0531/299-5, Telefax 0531/ 299 3000

poststelle@jki.bund.de

Imker- Haftpflicht – Versicherung

Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht aus allen

Wagnissen in der Eigenschaft als Imker (Versicherter)

und als Landesverband (Versicherungsnehmer) oder

einer sonstigen ihm angeschlossenen Organisation.

Mitversichert sind solche Schäden, für welche die mit

dem Versicherten, bzw. dem Versicherungsnehmer in

Hausgemeinschaft lebenden Personen haftbar

gehalten werden. Das gleiche gilt für die in der

versicherten Imkerei beschäftigten Personen

(Mitarbeiter, Angestellte, Arbeiter, Helfer), soweit sie

in dieser Eigenschaft haftbar gemacht werden.

Mitversichert ist die gesetzliche Haftpflicht des

Versicherten für Personen-, Sach- und daraus

entstandenen weiteren Schäden, soweit diese durch

vom Versicherten hergestellte und/oder gelieferte

Erzeugnisse verursacht wurden (Produkt-

Haftpflichtversicherung). Der Versicherungsschutz

bezieht sich ausschließlich auf das In-den-Verkehrbringen

bzw. die Lieferung von Produkten der

Imkerei.

Der Versicherer übernimmt im Rahmen seiner

Eintrittspflicht berechtigte Ansprüche, unberechtigte

Ansprüche werden von ihm abgewehrt. Die Kosten

dafür trägt der Versicherer.

Die Deckungssummen pro Schadenfall betragen:

für Personen- und Sachschäden

pauschal 5.000.000 €

für Vermögensschäden 250.000 €

für Umweltschäden 1.000.000 €

Hinweise:

a. Falls ein Imker seine Bienenvölker mit denen eines

Nichtversicherten auf einem Stand aufstellt, so wird

jeder ersatzpflichtige Haftpflichtschaden nur im

Verhältnis der versicherten Bienenvölker zu den

unversicherten ersetzt. Es sei denn, der Nachweis

wird erbracht, dass schadenverursachend allein ein

Bienenvolk des Versicherten war.

b. Haftpflichtansprüche im Zusammenhang mit dem

Führen von Kraftfahrzeugen sind nicht Gegenstand

der Imker-Haftpflicht-Versicherung.

c. Haftpflichtansprüche aus Schadenfällen, die

Angehörige des Imkers erleiden, sind nicht Gegenstand

der Versicherung. Als Angehörige gelten

Ehegatte, Eltern, Schwieger- und Großeltern,

Kinder, Enkelkinder und auch Geschwister, soweit

sie in häuslicher Gemeinschaft des versicherten

Mitgliedes leben.

d. Der Imker meldet Ansprüche, die gegen ihn

erhoben werden, unverzüglich seinem Vereinsvorsitzenden

und übersendet das

Anspruchschreiben des Geschädigten mit der

Schadenanzeige an den Imkerverband Rheinland

e.V. in Mayen.

e. Der Imker nimmt zur Frage seiner Haftung nicht

Stellung, sondern verweist den Anspruchsteller

oder Geschädigten darauf, dass er über den

Imkerverband Rheinland e.V. haftpflichtversichert

ist und die Schadenmeldung unverzüglich

weiterreicht. Der Imker, der ohne Rücksprache mit

dem Versicherer eine Schadenersatzpflicht

anerkennt oder Schadenersatz leistet, verliert unter

Umständen seinen Anspruch gegen die

Versicherungsgesellschaft.

B. Imker - Unfall - Versicherung

1. Unfallversicherung für Verbandsmitglieder

(Gruppe A oder F)

a. Der Imkerverband Rheinland e.V. hat für alle

Verbandsmitglieder eine Gemeinschafts-

Unfall-Versicherung abgeschlossen.

b. Versichert sind Unfälle, die ein

Verbandsmitglied bei seiner imkerlichen

Tätigkeit oder bei ehrenamtlicher Tätigkeit

für eine Imkerorganisation erleidet.

Mitversichert sind auch Unfälle auf dem

Wege von und zu Verbandsveranstaltungen,

soweit es sich um Unfälle auf dem direkten

Weg zu oder von der versicherten Tätigkeit

handelt.

c. Es besteht auch Versicherungsschutz für

Familienmitglieder und imkerlich tätige

Hilfskräfte.

d. Die Versicherungsleistungen betragen:

Gruppe A

Sämtliche Imkerinnen

und Imker, die

Mitglied im

Imkerverband

Rheinland e.V. sind

Tod 1.300 €

Invalidität 6.500 €

Gruppe B

Ehrenamtliche

Mitarbeiter des

Imkerverbandes,

soweit sie folgender

Personengruppe

angehören:

Vorstandsmitglieder

des Imkerverband

Rheinland e.V.,

Beiräte, Obleute,

Prüfer, die 1.

Vorsitzenden der

Bezirks-, Kreis- und

Ortsvereine,

Tod 2.600 €

Invalidität 13.000 €

Gruppe F

Familienangehörige

und tätige Hilfskräfte

der Mitglieder des

Imkerverbandes

(siehe Gruppe A)

Tod 1.300 €

Invalidität 6.500 €

2. Unfallversicherung für Vorstandsmitglieder der

Imkervereine (siehe Gruppe B)

Der Imkerverband Rheinland e.V. bietet den

Imkervereinen die Möglichkeit, ihre Vorstände

und/oder Mitglieder, die für den Imkerverein tätig

sind, in der Gemeinschafts-Unfallversicherung

freiwillig gegen Unfall zu versichern.

Versichert sind Unfälle, die die versicherten Personen

bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für den

Imkerverein erleiden. Mitversichert sind auch Unfälle

auf dem Wege von und zu Verbandsveranstaltungen.

Hinweise:

Versicherungsschutz besteht nur bei Ausübung einer

imkerlichen Tätigkeit, Veranstaltungen der

imkerlichen Organisation und der beschriebenen

Verbandsaufgaben.

Die Unfallversicherung unterliegt nicht den

Bestimmungen der Doppelversicherung. Im Falle

eines Unfalles können also auch Leistungen aus

anderen Unfallversicherungen und/oder von einer

Berufsgenossenschaft bezogen werden.

Bei dauernder Teilinvalidität wird der Invaliditätsgrad

festgestellt und die Versicherungssumme anteilig

geleistet. Der Grad der Invalidität wird ein Jahr nach

dem Unfallereignis durch eine ärztliche Untersuchung

festgestellt. Erst danach erfolgt die entsprechende

Zahlung des Versicherers. Von der Invaliditätssumme

werden also in den meisten Fällen nur Teilbeträge

übernommen. Als Anhaltspunkte möge der folgende

Ausschnitt aus der sogenannten Gliedertaxe dienen.

Als fester Invaliditätsgrad gilt z.B. bei völligem Verlust

oder völliger Funktionsunfähigkeit:

Arm im Schultergelenk 70%

Hand im Handgelenk 55%

Daumen 20%

Zeigefinger 10%

Hinweis Unfallversicherung der Verbandsmitglieder

mit 26 und mehr Bienenvölkern -

Berufsgenossenschaft -

Laut Satzungen der Landwirtschaftlichen

Berufsgenossenschaften (nicht nach steuerlichen

Gesichtspunkten) ist jede Imkerei mit 26 und mehr

Bienenvölkern gesetzmäßig Mitglied der Berufsgenossenschaft.

Es besteht für den Imker eine Melde- und

Beitragspflicht.

Alle Fragen bezüglich der Versicherungspflicht – auch

im Schadenfall – müssen an die zuständige

Berufsgenossenschaft gerichtet werden.

Der Imkerverband Rheinland e.V. erteilt den

Berufsgenossenschaften keine Auskünfte.

Nachfolgend die Adressen der in Frage kommenden

Berufsgenossenschaften:

Rheinische landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Merowingerstr. 103 – 105

40225 Düsseldorf

Telefon: 0211 – 33870

Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Rheinland-Pfalz

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Theodor – Heuss - Str. 1

67346 Speyer

Telefon: 06232-9110

Weitere Auskünfte zur Unfallversicherung in der

landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft finden Sie

unter www.lsv.de.

C. Imker - Rechtsschutz - Versicherung

Der Imkerverband Rheinland e.V. hat für seine

Mitglieder und die Vorstände der Ortsvereine, der

Kreisverbände sowie für seinen eigenen Vorstand

eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.

Gegenstand der Versicherung

Versicherungsschutz wird gewährt für die

Wahrnehmung rechtlicher Interessen (Aktiv- und

Passivansprüche) der Mitglieder des Verbandes im

Zusammenhang mit der Bienenhaltung. Dazu zählen

gerichtliche und außergerichtliche Streitigkeiten.

Der Versicherer übernimmt u.a. die Vergütung für

Rechtsanwälte, Gerichtskosten, Entschädigung für

Zeugen, für Sachverständige, Verwaltungsbehörden

sowie für Gerichtsvollzieher; Schiedsgerichts-kosten,

Gebühren, Auslagen und Vollstreckungskosten von

Verwaltungsbehörden, Kosten der Gegenseite, soweit

das Mitglied des Verbandes zu deren Übernahme

verpflichtet ist. Prüfung von Erfolgsaussichten.

Ausdrücklich vom Versicherungsschutz

ausgeschlossen ist u. a. die Wahrnehmung rechtlicher

Interessen

 im Zusammenhang mit Kriegsereignissen,

Nuklearschäden usw.,

 aus dem Bereich des Rechtes der

Handelsgesellschaften, Handelsvertreter und

Genossenschaften,

 aus aller Art von Bürgschafts-, Garantie-,

Schuldübernahme und Versicherungsverträgen;

 aus dem Familien- und Erbrecht; aus Konkurs- und

Vergleichsverfahren;

 in Fällen von Verleumdung, von übler Nachrede

und bei Unterlassungsansprüchen;

 als Halter und/oder Fahrer von Kraftfahrzeugen;

 gegenüber dem Verband, seinen

Unterorganisationen, dem Deutschen Imkerbund

e.V.

Deckungssumme

Pro Rechtschutzfall stehen bis zu 25.000,00 € zur

Verfügung, wenn und soweit zur Wahrung der

rechtlichen Interessen Kostenzahlungen fällig

werden.

Hinweise:

1. Der Versicherte Imker meldet seinen Schadenfall

zur Imker–Rechtsschutz-Versicherung an seinen

Ortsvereinsvorsitzenden, der diesen unverzüglich

an den Imkerverband Rheinland e.V. weiterleitet.

2. Der versicherte Imker hat freie

Rechtsanwaltswahl. Er kann und das empfiehlt

sich insbesondere bei eiligen Rechtsstreitigkeiten,

die gegen ihn gerichtet sind, einen Rechtsanwalt

seines Vertrauens zu Rate ziehen, der ortsansässig

ist. Den Auftrag erhält dieser Rechtsanwalt von

der Rechtschutzversicherung. Der beauftragte

Rechtsanwalt kann, wenn es nötig ist, fachlichen

Rat bei den Rechtsanwälten des Deutschen

Imkerbundes e.V. oder bei Rechtsanwälten, die in

imkerlichen Fragen sachkundig sind, einholen. Es

ist nicht möglich, einen Rechtsanwalt des

Deutschen Imkerbundes e.V. direkt mit der

Vertretung seines Rechtsfalles zu beauftragen.

3. Die Rechtschutzversicherung benachrichtigt den

versicherten Imker, dass sie Rechtsschutz

gewährt, oder unter Angabe der Gründe, dass der

gemeldete Schadenfall nicht unter

Rechtsschutz-Versicherung fällt.

4. Die Rechtschutzversicherung beauftragt den

Rechtsanwalt und, falls dieser nicht vom Imker

selbst gewählt wurde, gibt sie den Namen und die

Adresse des von ihr beauftragten Rechtsanwaltes

dem versicherten Imker bekannt.

5. Die Rechtschutzversicherung oder ihre

Schadenaußenstelle wird selbst oder durch den

beauftragten Rechtsanwalt veranlassen, dass das

Ergebnis des Rechtsstreites (Urteil), der Vergleich

usw. über Gaede & Glauerdt Assecuradeur GmbH

Co KG auch dem Rechtsbeistand des Deutschen

Imkerbundes e.V. und dem Imkerverband

Rheinland e.V. zur Verfügung gestellt wird.

6. Im Falle eines Mahnbescheides verpflichtet sich

der Imker, sofort per Einschreiben beim

zuständigen Gericht Widerspruch einlegen. Es

genügt als Text: "Gegen den Mahnbescheid Nr. ...

erhebe ich Widerspruch". Gleichzeitig sind Kopien

des Mahnbescheides und des

Widerspruchsbescheides über den Imkerverband

Rheinland e.V. an Gaede & Glauerdt Assecursdeur

GmbH & Co KG weiterzuleiten.

Verhalten im Schadensfall

Eintritt eines Schadens

Bei Eintritt eines Schadenfalles haben der versicherte

Imker und alle mit der Feststellung und Abwicklung

des Schadenfalles beauftragte Personen sorgfältig zu

handeln. Zur Schadenabwendung und auch zur

Schadenminderung ist jeder verpflichtet. Im

Versicherungsvertrag gibt es Richtlinien über die

Abwicklung von Schadenfällen zur Imker-Global-

Versicherung:

Anzeige beim Vereinsvorsitzenden

Jeder Schaden muss dem Vorsitzenden des

Ortsvereins („Sachverständiger“) gemeldet werden.

Dieser ist verpflichtet den Schaden zu besichtigen und

ein Schadengutachten zu erstellen. Nur in

begründeten Ausnahmefällen ist das Verändern,

Aufräumen usw. der Schadenstätte vor der

Besichtigung zulässig. Beispielsweise dann, wenn

dadurch ein noch größerer Schaden vermieden

werden kann.

Sollte der Vorsitzende des Ortsvereins verhindert

sein, oder ist er selbst der Geschädigte, muss die

Besichtigung durch ein anderes Mitglied aus dem

Vorstand des Ortsvereins erfolgen.

Liegt der Schaden nicht in dem Gebiet des eigenen

Ortsvereins, ist der für den Schadenort zuständige

Vorsitzende des Ortsvereins einzuschalten. Daher

sollte es zur Vorbereitung einer Wanderung gehören,

sich den Namen und die Telefonnummer des für den

Wanderplatz zuständigen Vorsitzenden zu besorgen.

Die Neutralität des Sachverständigen muss immer

gewährleistet sein. Seitens der Versicherer wird daher

nicht anerkannt, dass ein Gutachten über den eigenen

Schaden erstellt wird. Unzulässig ist es ebenso, wenn

mehrere Imker, die gemeinsam von einem

Schadenereignis betroffen sind, sich gegenseitig die

Schäden bestätigen.

Anzeige bei der Polizei

Bei Verdacht einer strafbaren Handlung und bei

Feuerschäden ist immer eine Anzeige bei der Polizei

mit Strafanzeige gegen Unbekannt erforderlich. Eine

einfache Meldung bei der Polizei ist nicht ausreichend,

da dann nur in seltenen Fällen Ermittlungen angestellt

werden.

Fristen

Die nachstehenden Fristen sind unbedingt einzuhalten,

da sonst die Versicherer nicht zu einer

Schadenregulierung verpflichtet sind. Die nachfolgend

aufgeführten Fristen beginnen mit der ersten

Schadenfeststellung oder der Vermutung, dass ein

Schaden eingetreten sein könnte.

3 Tage zur Meldung beim Sachverständigen. Das ist der

Vorsitzende des Ortsvereins, in dessen Gebiet sich der

Schadenort befindet. Die gleiche Frist gilt für die

Anzeige bei der Polizei.

3 Monate für die Meldung des Schadens bei Gaede &

Glauerdt, Assecuradeur GmbH & Co KG in Hamburg.

Alle Unterlagen sind nicht direkt, sondern über die

Geschäftsstelle des Landesverbandes in Mayen

einzureichen.

Seitens des Verbandes wird ggf. eine eigene

Stellungnahme erstellt, sodann erfolgt die Weitergabe

nach Hamburg. Hierfür mindestens 1 Woche einplanen,

da die Unterlagen von einem Vorstandsmitglied

gesichtet werden. Der Landesverband ist der

Versicherungsnehmer und hat die Mitgliedschaft des

Geschädigten, die Zahlung der Versicherungsbeiträge

und die Anzahl der gemeldeten Völker zu bestätigen.

Zur Meldung gehören immer die Schadenanzeige des

Geschädigten, Gutachten des Sachverständigen,

Rechnungen für Reparaturen und für die Entsorgung

von belastetem Material usw. Die Anzeigen und

Formulare für das Gutachten müssen vollständig

ausgefüllt, die Ursache und die Höhe des Schadens

erkennbar sein. Notfalls reichen fachkompetente

Vermutungen oder vorläufige Schätzungen des

Vereinsvorsitzenden. Fotos helfen zur Verdeutlichung.

Die Frist von drei Monaten unbedingt einhalten, auch

wenn noch nicht alle Unterlagen vollständig zur

Verfügung stehen.

6 Monate wenn innerhalb der genannten Frist von drei

Monaten eine erste Meldung bei Gaede & Glauerdt,

Assecuradeur GmbH & Co KG erfolgt ist und weitere

Zeit benötigt wird, um Schäden endgültig feststellen,

z.B. Völker während der Winterruhe nicht gestört

werden können, weil noch Rechnungen fehlen,

Ergebnisse der Ermittlungen von Polizei und

Staatsanwaltschaft noch nicht vorliegen.

Eine Fristverlängerung kann in begründeten

Ausnahmefällen vor Ablauf der Frist bei Gaede &

Glauerdt, Assecuradeur GmbH & Co KG unter Angabe

der Schadennummer vom Geschädigten direkt

gestellt werden.

Formulare

Die aktuellen Vordrucke für Schadenanzeige und

Schadengutachten können im Internet unter

www.imkerverbandrheinland.de

herunter geladen bzw. bei der Geschäftsstelle in

Mayen angefordert werden. Auch die Ortsvereine

halten die Formulare bereit.

Der Imkerverband Rheinland e.V. leitet die

Schadenanzeigen mit seiner Stellungnahme und allen

weiteren Unterlagen an

Gaede & Glauerdt, Assecuradeur GmbH &Co KG,

Postfach 113229, 20432 Hamburg

weiter, die von den Versicherern mit der

Schadenregulierung beauftragt ist.

Gesonderte Versicherungsmöglichkeiten

Imker - Zusatz - Versicherung

Jedes Mitglied des Imkerverbandes Rheinland e.V. kann

weiterhin eine Imker-Zusatz-Versicherung als

Ergänzung zur Imker-Global-Versicherung bzw.

freiwilligen Ergänzungsversicherung abschließen.

Geboten werden, die Versicherungssummen

anzuheben, Gefahren zu versichern, die der Imkerband

nicht versichert hat (z.B. Vergiftung) und Gegenstände

zu versichern, die im Vertrag des Imkerverbandes

Rheinland nicht versichert sind (z.B. Schulungsräume,

Lehrmaterial, Schaukästen usw.).

Der Imker wendet sich bei Interesse an:

Gaede & Glauerdt, Assecuradeur GmbH & Co KG

Postfach 113229, 20432 Hamburg.

Informationen sind auch im Internet unter

www.imkerversicherungen.de erhältlich.

Quelle IMKERVERBAND RHEINLAND